Geldanlage

Der Bausparvertrag ist eine hervorragende Möglichkeit, um attraktive Guthabenzinsen mit einem späteren Anspruch auf ein zinsgünstiges Darlehen zu kombinieren. Aber natürlich ist der Bausparer nicht die einzige Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Weitere Möglichkeiten sind beispielsweise das Tagesgeld, das Festgeld, das Sparbuch und unter Umständen auch das Girokonto.

Das Tagesgeld als kurzfristige Geldanlage

Das Tagesgeld ist heute zu einer der beliebtesten Geldanlagen avanciert. Woran dies liegt, liegt klar auf der Hand: Diese Geldanlage ermöglicht es dem Kontoinhaber, flexibel über sein Geld zu verfügen und das bei gleichzeitig vergleichsweise hohen Zinsen. Das Tagesgeldkonto ist täglich verfügbar. Eine Kündigung ist nicht erforderlich, um das angelegte Geld auszahlen zu lassen. Das macht es zu einer beliebten Sparform für die Liquiditätsreserve. Die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto orientieren sich jeweils am aktuellen Zinsniveau und können daher im Prinzip täglich schwanken. In der Praxis passen die Kreditinstitute alle paar Wochen bis Monate ihre angebotenen Zinsen an den Markt an.

Wenn Sie ein neues Tagesgeldkonto eröffnen möchten, sollten Sie sich zunächst genauer mit dem Tagesgeld Vergleich auseinandersetzen. Schließlich finden Sie hier schnell heraus, welcher Anbieter gerade die besten Zinsen bietet. Zusätzlich locken die Banken oft mit attraktiven Prämien und Extras. Häufig wird zum Tagesgeldkonto ein kostenloses Girokonto mit angeboten, das auch zusammen mit einer EC-/Maestrokarte genutzt werden kann. Beliebt sind außerdem Starterprämien, bei denen der Kontoinhaber als Dankeschön für die Kontoeröffnung ein Startguthaben erhält.

Das Tagesgeldkonto eignet sich hervorragend, um regelmäßig den Teil des Einkommens anzusparen, der monatlich übrig bleibt. So kann sich im Lauf der Zeit ein großes Sparguthaben auf der Geldanlage bilden.

Das Festgeld als mittel- und langfristige Anlageform

Auch das Festgeld hat sich inzwischen zu einer beliebten Sparform entwickelt. Das Festgeld ist dadurch gekennzeichnet, dass die Laufzeit bereits von vornherein feststeht. Der Kontoinhaber muss einen festen Betrag für einen vordefinierten Zeitraum anlegen. Am Ende der Laufzeit kann die Anlage oft verlängert werden. Wenn dies nicht gewünscht wird, endet sie automatisch, ohne dass eine Kündigung erforderlich wäre.

Der Vorteil des Festgeldes ist, dass die Zinsen über die gesamte Laufzeit unveränderlich festgeschrieben sind. Dies bedeutet, dass Sie sich bereits vor der Eröffnung des Festgeldes exakt ausrechnen können, wie hoch die Rendite der Geldanlage sein wird. Im Vergleich mit einigen anderen Sparformen handelt es sich also um eine besonders sichere Variante. Interessant ist auch, dass trotz des hohen Sicherheitsfaktors die Zinsen sehr attraktiv sind. So können Festgelder problemlos mit anderen Anlageformen mithalten. Allerdings ist die Flexibilität wie beim Tagesgeldkonto nicht gegeben. Eine Verfügung über das angelegte Kapital ist nicht vorgesehen. Wenn Sie doch früher an Ihr Vermögen heranmüssen, müssen Sie das Festgeldkonto kündigen und die bereits aufgelaufenen Zinsen gehen in aller Regel verloren.

Vor der Kontoeröffnung sollte unbedingt ein Festgeld Vergleich durchgeführt werden, da die Angebote stark variieren. Zunächst sollte überprüft werden, ob die gewünschte Anlagedauer und -summe verfügbar sind. Häufig sind diese nämlich beschränkt. Festgelder sind hervorragend geeignet, um kleine und große Geldbeträge kurzfristig anzulegen. Es sind zwar auch Laufzeiten von bis zu sieben Jahren verfügbar, allerdings sinken mit dem Ansteigen der Dauer häufig auch wieder die Zinsen.

Das Sparbuch – noch immer beliebt

Hierbei handelt es sich um eine der typischen Anlageformen, die früher nahezu von jedermann genutzt wurden. Die meisten Menschen hatten ein Sparbuch. Heute wird es weitgehend von flexibleren und bezüglich der Zinsen interessanter gestalteten Alternativen abgelöst. In diesem Zusammenhang seien vor allem das Tagesgeldkonto und das Festgeldkonto genannt.

Das Sparbuch ist ein Konto, in das jederzeit beliebige Beiträge eingezahlt werden können. Daher ist es auch als Geldanlage sowohl für Einmalbeträge als auch für laufende Sparleistungen hervorragend geeignet. Es gibt hierfür nach wie vor kleine Büchlein, in die die Ein- und Auszahlungen ebenso wie Zinszahlungen per Nadeldrucker eingetragen werden.

Eine Besonderheit beim Sparbuch ist, dass es eine Kündigungsfrist gibt. Diese ist gesetzlich festgelegt und beträgt drei Monate. Wenn also über einen Teil des Geldes verfügt werden soll, muss eine Teilkündigung des Sparbuchs erfolgen. Wenn es komplett aufgelöst werden soll, muss die gesamte Anlage gekündigt werden. Wenn das Geld jedoch für eine andere Anlage bei derselben Bank eingesetzt werden soll, kann es häufig unter Verhängung einer Sperrfrist auch bereits früher aus dem Sparbuch geholt werden.

Das Girokonto – auch als Geldanlage nutzbar

Sogar das Girokonto hat sich heute zu einer interessanten Möglichkeit entwickelt, Geld anzulegen. Die Renditechancen sind zwar insgesamt recht gering. Allerdings eignet sich das Konto gut für die kurzfristige Liquiditätsreserve, die nicht auf eine andere Anlageform transferiert werden kann, weil sie ständig benötigt wird. So wird auch die Liquiditätsreserve wenigstens ein bisschen verzinst.

Allerdings bietet nicht jedes Konto eine gute Verzinsung an. Nach wie vor sind zahlreiche Angebote auf dem Markt vorhanden, die diese Möglichkeit völlig ausschließen. Es sollte daher nicht zuletzt deswegen ein Girokonto Vergleich durchgeführt werden, bevor ein Konto eröffnet wird. So können Sie alle Konditionen vergleichen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang nämlich auch Aspekte wie die Höhe der Kontoführungsgebühr, Gebühren für einzelne Transaktionen, die Höhe des Dispositionskredites oder die Verfügbarkeit einer kostenlosen EC-/Maestro- und einer Kreditkarte.

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