Bausparvertrag als Geldanlage
Die Jahre, in denen Bausparverträge von Anlegern als spießig bezeichnet wurden, sind inzwischen vorüber. Oder anders formuliert: Den Verbrauchern ist das Image der Produkte weit weniger wichtig als in früherer Zeit, als es den Anlegern vor allem um maximale Erträge ging. Dafür waren viele Verbraucher durchaus bereit, hohe Risiken bei der Geldanlage einzugehen. Mittlerweile jedoch haben sich die Zeiten erheblich geändert. Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass Anleger dem Aspekt der Sicherheit wieder größere Bedeutung beimessen. Auf diese Weise konnte sich der Bausparvertrag still und heimlich wieder etablieren.
Bausparen als Kapitalanlage ebenfalls eine Alternative
Dabei ist das Bausparen als Kapitalanlage nicht nur bei der älteren Generation beliebt, wie man vielleicht vermuten mag. Vielmehr sind es auch und gerade die jüngeren Menschen, die sich wieder verstärkt für den klassischen Bausparvertrag interessieren. Und genau diese Bestrebungen sind ausgesprochen sinnvoll, weil der Bausparvertrag als Geldanlage gerade beim Start in jungen Jahren seinen Zweck erfüllen kann. Und zwar nicht nur dann, wenn die Modelle als Ansatz zur Finanzierung der eigenen vier Wände genutzt werden sollen. Auch als reine Geldanlage kann sich der Abschluss eines Bausparvertrags als richtiger Schritt erweisen.
Keine hohen Risiken bei der Entscheidung für den Bausparvertrag
Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass die Produkte den Anlegern hohe Investitionssicherheit bieten können, weil einerseits kein hoher spekulativer Aspekt mit den Produkten verbunden ist. Die Einlagen der Kunden sind zudem bei den Bausparkassen über die staatliche Einlagensicherung abgesichert. Zusätzlich günstig erweist sich die Tatsache, dass der Bausparvertrag im Durchschnitt sehr wohl ordentliche jährliche Zinssätze einbringen kann. Und zwar in Größenordnungen, die manch andere Geldanlage weit hinter sich lassen.
Kündigung des Sparvertrags kann recht flexibel gehandhabt werden
In einen Bausparvertrag einzuzahlen, bedeutet dabei nicht zwangsläufig, sich die angesparten Summen erst am Ende der ursprünglich vereinbarten Sparphase auszahlen lassen zu müssen. Anleger haben im Rahmen bestehender Fristen meist die freie Wahl, wann sie die Auszahlung in Angriff nehmen möchten. Genaue Informationen sind stets den genauen Vereinbarungen und Geschäftsbedingungen zu nehmen. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang ansonsten, dass der Bausparvertrag als Geldanlage nur dann in Frage kommt, wenn es sich nicht um ein staatlich gefördertes Format handelt. Beim Riester-Bausparen etwa sind ordentliche Zulagen von Staat drin. Diese jedoch sind vom Bausparer zurückzuzahlen, sofern eine Entscheidung zugunsten des Vertrags als Geldanlage gefallen ist. Lukrativ können viele der Angebote aber selbst bei Verzicht auf die Unterstützung des Staates sein.
Unterschiede bei der Verzinsung im Vergleich erkennen
Unbedingt zu empfehlen ist es, bei der Produktauswahl einen präzisen Vergleich der verschiedenen Angebote vorzunehmen. Dabei lohnt es sich, auf professionelle Hilfe zu setzen. Denn im Fall der Fälle können schon geringe zinsliche Unterschiede eine deutliche Verbesserung der Rendite bedeuten. Die jährliche Verzinsung kann dabei aber generell nur die eine Seite der Medaille sein, wenn die Wahl zugunsten eines Bausparvertrags getroffen wird. Aktuelle Tests von Verbraucherschützern haben in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass einige Anbieter mit hohen Gebühren für den Vertragsabschluss und anderen Nebenkosten arbeiten. Auf diese Weise sinkt der jährliche Ertrag möglicherweise deutlich. Doch einen gezielten Vergleich der Konditionen erreichen Anleger beim Bausparen den größten Nutzen, ohne dass am Ende mehr Kosten als Einnahmen erzielt werden, bei Bausparvertrag als Geldanlage.
Vergleich umso wichtiger, wenn die Beanspruchung eines Baudarlehen möglich ist
Diese Vergleichsarbeit lohnt sich ohnehin grundsätzlich, wenn es letztlich tatsächlich ein Bausparvertrag sein soll, um ein Bauvorhaben oder einen Immobilienkauf zu finanzieren. Allerdings können sich Anleger beim Vergleich einen großen Teil der Arbeit ersparen, wenn sie einen Bausparvertrag als schlichte Geldanlagen-Ausführung in Betracht ziehen. Die Bedingungen der mit dem Bausparen sonst meist verbundenen Darlehen müssen nicht weiter in die Berechnungen einbezogen werden, wenn vorab feststeht, dass das Vorhaben ausschließlich als Geldanlage gedacht ist. Für all jene Bausparer, die nicht bereits von Anfang an wissen, ob sie nicht vielleicht doch die Finanzierung einer Immobilie mit dem Bausparvertrag auf die Beine stellen möchten, sollten aber auch die Kreditzinsen und Rahmenbedingungen eines möglichen Darlehens genau auf den Prüfstand stellen. Sonst kommt es am Ende noch dazu, dass zwar die eigentliche Rendite des Bausparvertrags üppig ausfällt, dafür aber die Konditionen des Baudarlehens die höheren Einnahmen wieder ausgleichen oder sogar unnötige Mehrkosten nach sich ziehen.
Fazit zum Bausparvertrag als Geldanlage
Den Bausparvertrag als Geldanlagen-Format für sich arbeiten zu lassen, ist heute für Anleger durchaus möglich. Wichtig dabei ist es für die Kunden lediglich, dass sie genau kalkulieren und keine vorschnellen Entscheidungen treffen. Hierbei gilt es sowohl auf die anfallenden Kosten für den Abschluss zu achten als auch genau zu vergleichen, welche Anbieter die beste Verzinsung fürs Bausparen in Aussicht stellen. Bei einer langjährigen Spardauer können sich auch bei dieser Geldanlage schon geringfügig höhere Zinssätze günstig auf die Gewinne auswirken.
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